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Die folgenden Definitionen stellen dar, wie einzelne Begriffe im Rahmen von Q.I.S. verstanden werden. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Bei Begriffen, die sich aus mehreren Wörtern zusammen setzen, gilt der 1. Buchstabe des 1. Wortes für die Reihung im Alphabet.
Das Q.I.S.-Team dankt
Werner Specht (ZSE II, Graz) für wichtige Beiträge zur Erstellung des Glossars.
 
 
  Aktionsforschung:
"Systematische Untersuchung beruflicher Situationen, die von Lehrern selbst durchgeführt wird, in der Absicht, diese zu verbessern". (John Eliott, zit. nach Altrichter, H.; Posch, P.: Lehrer erforschen ihren Unterricht. Julius Klinkhardt: Bad Heilbrunn 1990).
 
 
  Benchmarking:
Herstellen einer Beziehung zwischen eigenen (Arbeits-) Ergebnissen und (externen) Daten/Ergebnissen ("Referenzdaten"), die einen sinnvollen Vergleich ermöglichen. Benchmarking ist auf verschiedenen Ebenen möglich (z.B. Schüler/in - Klasse, Klasse - Jahrgang, Schule - vergleichbare andere Schulen).
 
 
  Bestandsaufnahme:
Eher unspezifische, grobmaschige Form von => Evaluation, die dazu dient, sich einen Überblick über den Ist-Stand in verschiedenen Qualitätsbereichen zu verschaffen. Sie eignet sich besonders zur (ersten) Orientierung: In welchen Bereichen bzw. wo in einem größeren Bereich gibt es auffällige Ergebnisse, die möglicherweise auf besondere Stärken/Schwächen hinweisen? Eine Bestandsaufnahme kann in der Folge vertiefende Untersuchungen nach sich ziehen. Sie eignet sich auch gut für Längsschnittuntersuchungen. Die Bestandsaufnahme kann sich auf einzelne Personen
(=> Individualfeedback), Gruppen, Teams, Klassen, Jahrgänge, Abteilungen oder die ganze Schule beziehen bzw. von ihnen organisiert/durchgeführt werden. Sie soll nach Möglichkeit multiperspektivisch angelegt sein (d.h. also auch eine Außensicht einbeziehen).
 
 
  Brainstorming:
Technik der Ideensammlung für Einzelpersonen oder Gruppen, bei der innerhalb eines festgelegten Zeitraums der freie Gedanken- bzw. Assoziationsfluss durch keinerlei Bewertungen, Einschätzungen oder Einwände beeinflusst werden darf ("jede Idee ist erlaubt und willkommen"). Die Ideen werden meist visualisiert (z.B. auf Kärtchen notiert und an eine Pinwand geheftet); sie können in einem nächsten Schritt "geclustert" werden (=> Cluster), um die Übersichtlichkeit zu erhöhen.
 
 
  Cluster:
Gruppe von Begriffen, die in einem Sinnzusammenhang stehen. - Cluster werden oft als Folgeschritt nach einem
=> Brainstorming gebildet, um einer zunächst ungeordneten Ideensammlung eine erste Struktur zu verleihen ("clustern" als Moderationstechnik).
 
 
  Daten:
Träger von Informationen, die aus empirischen (also auf Erfahrungen beruhenden) Erhebungen resultieren (z.B. mittels Fragebogen oder Interviews). Daten können in qualitativer (z.B. als Sprachäußerungen in Interviews) oder quantitativer Form vorliegen (z.B. als Mehrfachwahlantworten in einem Fragebogen, denen Zahlen zugewiesen werden). Daten als solche haben noch keine Aussagekraft. Sie bedürfen angemessener Methoden der Aufbereitung, Auswertung und Interpretation.
 
 
  Effektivität:
Wirkungskraft, besonders im Sinne der Eignung gesetzter Maßnahmen zur Zielerreichung.
 
 
  Effizienz:
Wirksamkeit, besonders im Sinne des Verhältnisses von Ressourceneinsatz und erzielter Wirkung.
 
 
  Evaluation:
Systematische Untersuchung und Bewertung eines Gegenstands in der Absicht, seine Qualität und seinen Nutzen sicher zu stellen und weiter zu entwickeln.
Mit "Gegenstand" sind Rahmenbedingungen, Prozesse, Produkte oder deren Wirkungen im schulischen Bereich gemeint.
 
 
  Externe Evaluation:
wird in der Fachliteratur oft mit dem in Q.I.S. verwendeten Begriff => Fremdevaluation gleich gesetzt. In Q.I.S. ist nur von "externen Elementen/Komponenten" von
=> Selbstevaluation die Rede, um darauf hinzuweisen, dass (Teile von) Evaluationsvorhaben durchaus von anderen Personen/ Institutionen als vom Auftraggeber selbst durchgeführt werden können.
Siehe auch => Evaluation.
 
 
  Feedback:
Rückmeldung bezüglich Verhalten, Leistung, Produkten (bzw. deren Auswirkungen) von Personen durch betroffene/beteiligte Personen in der Absicht, die Qualität gemeinsam gestalteter/erlebter Prozesse und Produkte zu verbessern. Feedback setzt ein Minimum an Systematisierung voraus, die durch den Einsatz verschiedener Methoden und Instrumente sowie die Einhaltung elementarer "Spielregeln" sicher gestellt wird. Es kann sich auf einzelne Personen (Individualfeedback) oder auf Gruppen, Teams oder Institutionen/Organisationen beziehen (z.B. Klassen-, Schulfeedback in den Q.I.S.-Fragebögen).
 
 
  Formatives Qualitätsevaluations-System:
Qualitätsmanagement-Modell für Schulen, entwickelt von der Pädagogischen Arbeitsstelle der Dachorganisation Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH).
Merkmale (Auswahl): Schwerpunkt Selbstevaluation, Kombination von individueller und betrieblicher, immer aber zweckorientierter Evaluation, Wechsel von "Breitbanderhebungen" und "fokussierter Evaluation" bzw. von Soll-Ist-Untersuchungen und explorativen Studien, 360°-Feedback bzw. Triangulationsprinzip, kommunikative Validierung, "Ownership", dynamischer Qualitätsbegriff.
Nähere Informationen: www.lch.ch/pa oder www.erz.be.ch/qes/modelle/fqs.
 
 
  FQS:
Siehe => Formatives Qualitätsevaluations-System.
 
 
  Fragebogen:
häufig verwendetes => Instrument für die Erhebung von
=> Daten mittels schriftlicher Befragung, z.B. im Rahmen einer Evaluationsstudie.
Der Vorteil von Fragebögen liegt insbesondere in ihrer ökonomischen Einsetzbarkeit: Mit Hilfe von Fragebögen können Informationen von vielen Personen in relativ kurzer Zeit und mit begrenztem Arbeitsaufwand erhoben werden.
Fragebögen können "offene" oder "geschlossene" Fragen enthalten. Offene Fragen liefern verbale Antworten, also qualitative Daten; geschlossene Fragen mit Mehrfachwahlantworten können direkt in quantitative Daten übergeführt und statistisch ausgewertet werden.
Da die Konstruktion von Fragebogen Spezialwissen und Erfahrung erfordert, kann die Verwendung von bereits erprobten Instrumenten hilfreich sein, für die dann oft auch Vergleichsdaten vorliegen.
 
 
  Fremdevaluation:
Systematische Untersuchung und Bewertung von Schule (Standorte, Schulsystem) durch externe Personen/Instanzen (z.B. Schulaufsicht für die einzelne Schule). Diese fungieren als Auftraggeber/innen und Träger/innen der Evaluationsmaßnahme, um die Qualität am Standort/im System zu überprüfen, ihre Weiterentwicklung zu unterstützen und damit die Erfüllung des staatlichen Bildungsauftrags abzusichern. - Fremdevaluation kann interne Komponenten (z.B. Schulprogramm, Methoden und Ergebnisse von Selbstevaluation) einbeziehen (siehe auch => Metaevaluation). - Beispiel: Der Bezirksschulinspektor überprüft die Schularbeitsstatistik in Deutsch, Englisch und Mathematik der 4. Klassen einer Hauptschule, setzt sie zu den Ergebnissen der anderen Hauptschulen im Bezirk (im Bundesland) in Beziehung und lädt die Schulleiterin und die beteiligten Lehrer/innen zu einem gemeinsamen Analysegespräch ein.
Siehe auch => Evaluation.
 
 
  Indikator:
Einzelvariable (d. h. veränderliche Größe), die den Zustand, die Beschaffenheit oder Qualität eines komplexen Merkmals anzeigt (z.B. Monatseinkommen als Indikator für soziale Schichtzugehörigkeit). Idealerweise besteht ein Indikator aus einer Maßzahl, deren Berechnung klar definiert ist. Da es im Bildungswesen jedoch viele wichtige Bereiche gibt, die (mit zumutbarem Aufwand) nicht oder nur schwer zu messen sind, wird der Begriff in Q.I.S. weiter gefasst. Er bezeichnet Zustände, Ereignisse, Prozesse oder Ergebnisse, die (nach Übereinkunft der Beteiligten) anzeigen, ob einem bestimmten => Qualitätskriterium entsprochen wird oder nicht. - Beispiel: Eines der Qualitätskriterien "guter Schule" ist der Einsatz adäquater Unterrichtsmethoden. Woran erkennen wir, dass dies bei uns der Fall ist? Ein möglicher Indikator: Unterrichtsbeobachtungen zeigen, dass in allen Klassen wöchentlich mehrere verschiedene Unterrichtsmethoden zum Einsatz kommen und die betreffenden Lehrkräfte auch begründen können, warum sie die jeweiligen Methoden einsetzen.
 
 
  Individualfeedback:
Siehe => Feedback.
 
 
  Input:
Alles, was in einem System an Voraussetzungen besteht/zur Verfügung gestellt wird,damit bestimmte Prozesse ablaufen bzw. Produkte, Leistungen, Ergebnisse erreicht werden können. Im Schulsystem sind z. B. - je nach Bezugsebene - Schulgesetze, Budgetmittel, Lehrpläne, Qualifikationen von Lehrkräften, Herkunft der Schüler/innen oder auch die zeitlichen, finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen vor Ort wichtige Inputfaktoren. Sie werden als Grundlagen und Rahmenbedingungen pädagogischen Handelns durch Input-Evaluation in den Blick genommen.
 
 
  Instrument:
strukturiertes Werkzeug für die Erhebung von => Daten. Beispiele sind Interviewleitfaden, Test, Fragebogen.
 
 
  Interne Evaluation:
In der Fachliteratur oft mit dem in Q.I.S. verwendeten Begriff => Selbstevaluation gleich gesetzt. In Q.I.S. ist nur von "internen Elementen/Komponenten" von => Fremdevaluation die Rede, um darauf hinzuweisen, dass (Teile von) extern initiierten Evaluationsvorhaben durchaus auch innerhalb der Schule selbst durchgeführt werden können.
Siehe auch => Evaluation.
 
 
  Ist-Analyse:
Die zu einem gegebenen Zeitpunkt erfolgende, systematische Untersuchung und Bewertung von => Input, Prozessen oder => Output in bestimmten Qualitätsbereichen. Sie ermöglicht in weiterer Folge einen => Ist-Soll-Vergleich. Der Begriff "Ist-Analyse" kann sich grundsätzlich auf alle Formen von Evaluation beziehen; in Q.I.S. wird er meist als Synonym für die => Bestandsaufnahme verwendet.
 
 
  Item:
Einzelelement (Frage oder Aussage) in einem Fragebogen oder Test.
 
 
  Kategorie:
Klasse von Merkmalen, die charakteristische Gemeinsamkeiten aufweisen und daher unter Gesichtspunkten zusammengefasst werden, die für den jeweiligen Zusammenhang bedeutsam sind. Die Bildung von Kategorien ist ein Verfahren der Datenreduktion, das entweder bereits bei der Konstruktion eines => Instruments (Vorgabe von Antwortkategorien bei geschlossenen Fragen) oder bei der Auswertung (Zusammenfassung von verschiedenen verbalen Antworten zu einer Kategorie) zur Anwendung kommen kann.
 
 
  Kriterium:
Kennzeichen, unterscheidendes Merkmal, das es grundsätzlich erlaubt, einer Sache/Person/Institution eine bestimmte, oft noch ziemlich allgemein formulierte Eigenschaft zuzusprechen. Qualitätskriterien meinen daher jene Merkmale, die es rechtfertigen, von einer "guten" Sache/Person/Institution zu sprechen (z.B. von "guter Schule", "gutem Unterricht"). Sie sagen jedoch noch nichts darüber aus, ob in einem bestimmten Fall auch tatsächlich Qualität gegeben ist; dies lässt sich erst anhand der Qualitätsindikatoren fest stellen (siehe => Indikator).
 
 
  Kritischer Freund/Kritische Freundin:
Begriff aus der => Aktionsforschung, der eine nicht unmittelbar am Geschehen beteiligte, externe Person bezeichnet, die dabei helfen soll, "blinde Flecken" in der Wahrnehmung der Akteur/innen aufzuhellen sowie Denk- und Handlungsalternativen zu eröffnen.
Eine geeignete Person sollte...
  • in keinem hierarchischen Verhältnis zu den Akteur/innen stehen
  • von der Schule/dem Team/der Lehrkraft selbst ausgewählt sein
  • das Vertrauen und die Akzeptanz möglichst vieler Beteiligter genießen
  • der Schule/dem Team/der Lehrkraft gegenüber grundsätzlich positiv eingestellt sein
  • ausreichend Distanz zum Geschehen und den handelnden Personen haben, um die Dinge jederzeit "von außen" betrachten zu können
  • über Sozialkompetenz und ein gewisses Maß an Sachkenntnis verfügen.
 
 
  Lehrplan 99:
Seit 1. September 2000 aufsteigend in Kraft und daher im Schuljahr 2000/2001 die Grundlage für die Unterrichtserteilung an allen 1. Klassen der Hauptschulen und allgemein bildenden höheren Schulen in Österreich.
Schwerpunkte und Neuerungen (Auswahl): Kern- und Erweiterungsbereich (2/3 bzw. 1/3 der Unterrichtszeit), 5 Bildungsbereiche (zur Förderung fächerverbindender und -übergreifender Arbeit), Entwicklung dynamischer Fähigkeiten bei Schüler/innen als wichtige Aufgabe von Schule (neben Wissensvermittlung), Schülerorientierung (besondere Berücksichtigung der Lebenswelt und Vorerfahrungen; bestmögliche Entfaltung der individuellen Leistungspotenziale; Fortsetzung der Lernformen der Grundschule), Einsatz neuer Technologien, grundsätzliche Betonung der Wichtigkeit von Qualitätssicherung und -entwicklung.
 
 
  Leitbild:
"Philosophie", (pädagogische) Grundorientierung einer Schule, ihre Prinzipien, Werthaltungen und "Spielregeln" der Zusammenarbeit bzw. des Zusammenlebens. Kurz und prägnant formuliert, wird es damit zum Bezugspunkt für die Gestaltung der Schule und ihrer Aktivitäten.
Im Unterschied zu einigen anderen Qualitätsentwicklungs-Systemen, in denen Leitbild und Schulprogramm (als Bezeichnung für den operativen Teil: Ziele, Maßnahmen zur Umsetzung, Aktionsplan) begrifflich getrennt werden, wird das Leitbild bei Q.I.S. als Teil des => Schulprogramms verstanden.
 
 
  Lernende Organisation:
"Eine Organisation, die kontinuierlich die Fähigkeit ausweitet, ihre eigene Zukunft schöpferisch zu gestalten". Dafür sind 5 "Disziplinen" von wesentlicher Bedeutung: Systemdenken - Personal Mastery (Selbstführung und Persönlichkeitsentwicklung) - Mentale Modelle (kritische Betrachtung der eigenen "inneren Bilder von der Welt") - Gemeinsame Vision - Team-Lernen (nach: Peter Senge: Die fünfte Disziplin. Klett-Cotta: Stuttgart 1999, 7. Aufl.).
 
 
  Methode:
In den Wissenschaften bezeichnet man als Methode ein planmäßiges Vorgehen zur Erlangung oder Begründung von Wissen. Im Rahmen schulischer Selbstevaluation können sehr unterschiedliche Arten von Wissen angestrebt werden: Diagnostisches Wissen über den Zustand der Schule ("Wo stehen wir?"), Handlungswissen über die Einschätzung laufender Entwicklungsmaßnahmen ("Wie gehen wir vor?") und Wissen über die Wirkungen von Maßnahmen ("Was haben wir erreicht?"). Diesen unterschiedlichen Wissensformen entsprechen verschiedene Methoden der Erkenntnisgewinnung. Während etwa Handlungswissen eher durch offene Methoden der => Aktionsforschung zu erlangen ist, erfordert die Evaluation von Wirkungen eher standardisierte Verfahren. Deswegen werden in Q.I.S.
=> Instrumente für verschiedene methodische Ansätze (offene Methoden, Fragebogen, Tests usw.) angeboten.
 
 
  Mindeststandards:
Siehe => Standards.
 
 
  OE:
Siehe => Organisationsentwicklung.
 
 
  Orientierungsstandards:
Siehe => Standards.
 
 
  Output:
unmittelbare Produkte, Leistungen, Ergebnisse von Maßnahmen/Prozessen. Im Schulsystem werden darunter meist und in erster Linie die Leistungen der Schüler/innen als Ergebnis von Unterricht (und Erziehung) verstanden. Besonders im angelsächsischen Raum ist in diesem Zusammenhang von "school effectiveness" die Rede.
 
 
  Qualität:
der Begriff kann deskriptiv (im Sinne von "Beschaffenheit") oder normativ (im Sinne von Güte oder Niveau) gebraucht werden. Im letzteren Sinne gebraucht, erfordert eine Qualitätsdiagnose => Kriterien und => Standards, die aber immer auf Konventionen beruhen und daher prinzipiell von einem bestimmten Wertekontext abhängig sind.
 
 
  Qualitätsbereiche:
in Q.I.S. werden 5 Qualitätsbereiche definiert, die als inhaltliche Orientierung für Schulprogrammentwicklung und Evaluation gedacht sind:
  • Lehren und Lernen
  • Lebensraum Klasse und Schule
  • Schulpartnerschaft und Außenbeziehungen
  • Schulmanagement
  • Professionalität und Personalentwicklung.
 
 
  Qualitätsentwicklung:
Gesamtheit aller Maßnahmen, die primär darauf abzielen, das bestehende Qualitätsniveau in systematischer und umfassender Weise anzuheben.
 
 
  Qualitätsevaluation:
Siehe => Evaluation.
 
 
  Qualitätsindikator:
Siehe => Indikator.
 
 
  Qualitätskriterium:
Siehe => Kriterium.
 
 
  Qualitätsmanagement:
Modelle der Umsetzung von Maßnahmen der Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung in Form festgelegter Strukturen und Abläufe (z. B. Total Quality Management - TQM, => Formatives Qualitätsevaluations-System).
 
 
  Qualitätssicherung:
Gesamtheit aller Maßnahmen und Voraussetzungen, die untersuchen, analysieren und sicher stellen sollen, dass ein bestimmtes Qualitätsniveau in einem System gegeben ist bzw. gehalten wird. - Bezogen auf das Schulsystem als Ganzes sind daher so verschiedene Faktoren wie etwa budgetäre Ausstattung, Lehrpäne, Lehreraus- und Fortbildung oder verschiedene Formen der Evaluation dem Bereich der Qualitätssicherung zu zu rechnen.
 
 
  Qualitätsstandards:
Siehe => Standards.
 
 
  SchOG:
siehe => Schulorganisationsgesetz.
 
 
  SchUG:
siehe => Schulunterrichtsgesetz.
 
 
  Schulforum:
Begriff aus dem österreichischen Schulrecht (=> SchUG §63a), der ein Gremium zur Förderung und Festigung der
=> Schulgemeinschaft an Volks-, Haupt- und Sonderschulen bezeichnet. Das Schulforum hat in verschiedenen schulischen Angelegenheiten Entscheidungs- bzw. Beratungskompetenz.
Dem Schulforum gehören der Schulleiter/die Schulleiterin, alle Klassenvorstände (Klassenlehrer/innen) und alle Klassenelternvertreter/innen einer Schule an. Den Vorsitz führt der Schulleiter/die Schulleiterin (allerdings ohne beschließendes Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit).
 
 
  Schulgemeinschaft:
Begriff aus dem österreichischen Schulrecht, der das Zusammenwirken von Lehrer/innen, Schüler/innen und Erziehungsberechtigten (=> Schulpartner/innen) im Schulwesen (also auch an einzelnen Schulen) bezeichnet.
 
 
  Schulgemeinschaftsausschuss (SGA):
Begriff aus dem österreichischen Schulrecht (=> SchUG §64), der ein Gremium zur Förderung und Festigung der
=> Schulgemeinschaft an mittleren und höheren Schulen, Berufsschulen und Polytechnischen Lehrgängen bezeichnet.
Der Schulgemeinschaftsausschuss hat in verschiedenen schulischen Angelegenheiten Beratungs- bzw. Entscheidungskompetenz (z.B. schulautonome Lehrplanbestimmungen, schulautonome Eröffnungs- und Teilungszahlen, Hausordnung).
Dem SGA gehören in der Regel der Schulleiter/die Schulleiterin sowie je 3 Vertreter/innen der Lehrer/innen, Schüler/innen und Erziehungsberechtigten an. Den Vorsitz führt der Schulleiter/die Schulleiterin (allerdings ohne beschließendes Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit).
 
 
  Schulorganisationsgesetz (SchOG):
Österreichisches Bundesgesetz über die Schulorganisation, das u.v.a. in §2 die Aufgabe der österreichischen Schule definiert ("Zielparagraph").
 
 
  Schulpartner/innen:
Im alltäglichen Sprachgebrauch häufig verwendete Bezeichnung für alle Personen, die am Schulbetrieb vor Ort unmittelbar beteiligt sind (Schulleitung, Lehrer/innen, nicht-lehrendes Personal, Schüler/innen, Erziehungsberechtigte).
 
 
  Schulpartnerschaft:
Im alltäglichen Sprachgebrauch häufig verwendete Bezeichnung für => Schulgemeinschaft. Der Begriff umfasst neben Lehrer/innen, Schüler/innen und Erziehungsberechtigten gemeinhin auch die Schulleitung und das nicht-lehrende Personal.
Schulpartnerschaft wird in Q.I.S. nicht im Sinne der Beziehung von Partnerschulen (z.B. "internationale Schulpartnerschaften") gebraucht.
 
 
  Schulprofil:
Gesamtheit der wichtigsten Merkmale einer Schule zu einem gegebenen Zeitpunkt ("Jede Schule hat ein Profil"). Im engeren Sinn ist damit die Darstellung einer Schule nach außen gemeint. Sie kommt oft in der Homepage oder in Foldern/Prospekten/Broschüren (mit mehr oder weniger Werbecharakter) zum Ausdruck und enthält Informationen, die es ermöglichen sollen, sich ein Bild von der Schule zu machen (z.B. über Lage, soziales Umfeld, Geschichte, Schulgebäude, Größe, Ausstattung, unterrichtliche und außerunterrichtliche Angebote, Kooperationen und Partnerschaften, spezielle Dienstleistungen, erzielbare Abschlüsse bzw. Berechtigungen). Oft enthält das Schulprofil auch das => Leitbild der Schule, dessen Konkretisierung es teilweise ja auch darstellt (z.B. in Form von Schwerpunktsetzungen und Angeboten).
In Österreich wurde das Schulprofil - zeitlich und regional begrenzt - öfters an Stelle des Begriffs => Schulprogramm verwendet, was insgesamt zu einer gewissen terminologischen Unschärfe geführt hat.
 
 
  Schulprogramm:
Rahmen und Instrument für die kontinuierliche, systematische Planungs- und Entwicklungsarbeit an der Schule. Es ist eine zeitlich begrenzte, schriftliche Vereinbarung der
=> Schulpartner/innen mit Innen- und Außenwirkung, die mehr Gemeinsamkeit und Verbindlichkeit schafft. Es dient auch als Beleg und Dokumentation für die an der Schule geleistete Arbeit.
Das Schulprogramm enthält Aussagen zu folgenden Punkten:
  • Leitvorstellungen der Schule ("Leitbild")
  • Entwicklungsstand und Ziele
  • Vorhaben zur Zielerreichung
  • Aktionsplan zur Umsetzung
  • Maßnahmen der Überprüfung.
Dem Schulprogramm können weitere Dokumente beigefügt sein (z.B. Schulprofil, standortspezifische Lehrpläne, Evaluationsbericht).
Die Erstellung eines Schulprogramms ist in Österreich derzeit (Stand: Dezember 2000) nicht verpflichtend.
 
 
  Schulqualität:
der Begriff entstammt einer Tradition der Bildungsforschung, die versucht, Unterschiede der organisatorischen und pädagogischen Gestaltung und der Wirkungen von Schulen zu beschreiben, zu bewerten und auf ihre Bedingungen hin zu untersuchen. Versuche, allgemein gültige Kataloge von Qualitätskriterien für Schulen zu entwickeln sind jedoch eher unbefriedigend geblieben, weil sie vom normativen Bezugsrahmen der Beurteilenden abhängig sind (=> Qualität). Gemeinsam ist allen Konkretisierungsbemühungen jedoch, dass darin Kriterien der Leistungsförderung, des mitmenschlichen Umgangs (Schulklima) und der Reichhaltigkeit des Schullebens eine zentrale Rolle spielen.
In der Qualitätsentwicklung hat der Begriff vor allem programmatischen Charakter, weil die Schulgemeinschaft dazu herausgefordert ist, im Rahmen des gesellschaftlichen Auftrags an die Schule eigene Konkretisierungen von Schulqualität zu entwickeln (Was bedeutet "gute Schule" an unserem Standort?).
 
 
  Schulunterrichtsgesetz (SchUG):
Österreichisches Bundesgesetz über die Ordnung von Unterricht und Erziehung in den im
=> Schulorganisationsgesetz geregelten Schulen.
 
 
  Selbstevaluation:
Datengestützte, systematische Selbstvergewisserung der an der Schule Tätigen bezüglich ihrer Arbeit und deren Rahmenbedingungen mit dem Ziel, die Qualität am Standort weiter zu entwickeln. Auftraggeber/innen und Träger/innen der Evaluationsmaßnahme sind die Akteure am Schulstandort. Sie entscheiden auch über den schulinternen Umgang mit Daten und Ergebnissen. - Selbstevaluation kann externe Komponenten (z.B. Einbeziehung "kritischer Freund/innen", Auslagerung von Teilaufgaben) enthalten. - Beispiel: Eine Schule lädt - aus eigenem Antrieb - eine Wissenschafterin ein, eine Untersuchung der Befindlichkeit der Schüler/innen der 1. Klassen durchzuführen und die Ergebnisse für eine Analyse und Interpretation durch die Schule selbst aufzubereiten. Dies fällt (aus Sicht der Schule) unter "Selbstevaluation mit externer Durchführung".
Siehe auch => Evaluation.
 
 
  SGA:
Siehe => Schulgemeinschaftsausschuss.
 
 
  Standards:
Normative Vorgaben für die Erreichung bestimmter Ziele ("Leistungsstandards"), aber auch für die Qualität von Programmen und Prozessen ("prozedurale Standards"). Standards können in relativ allgemeiner Form wünschenswerte Zielzustände definieren ("Orientierungsstandards"), aber auch in klar definierter Form Schwellenwerte angeben, jenseits derer Leistungsergebnisse (nicht mehr) akzeptiert werden ("Mindeststandards").
 
 
  Überprüfung konkreter Maßnahmen:
Form von => Evaluation mit speziellem Fokus und größerer Tiefenwirkung, die darauf abzielt, die Wirksamkeit konkreter, zielgerichteter Maßnahmen zu überprüfen. Die Überprüfung konkreter Maßnahmen kann sich auf einzelne Personen
(=> Individualfeedback), Gruppen, Teams, Klassen, Jahrgänge, Abteilungen oder die ganze Schule beziehen bzw. von ihnen organisiert/ durchgeführt werden. Sie soll nach Möglichkeit multiperspektivisch angelegt sein (d.h. auch eine Außensicht einbeziehen).